So wichtig ist Domain-Marketing für Politiker

Warum es sich für Politiker empfiehlt, auf eine eigene Website und geschicktes Domain-Marketing zu setzen, verraten wir Ihnen hier.

Digitaler Leitfaden: So wichtig ist Domain-Marketing für Politiker

Anfang 2019 erschütterte einer der größten Hacker-Angriffe der deutschen Geschichte die Bundesrepublik Deutschland. Abgesehen hatten es die Angreifer insbesondere auf Politiker – aber auch Moderatoren, Aktivisten und YouTuber sahen teilweise persönliche Daten plötzlich öffentlich im Netz verbreitet. Pikant: Neben Ausweiskopien, Mobilnummern, Mietverträgen sowie privaten Familien-Chats und E-Mail-Adressen konnten Interessierte auch eine Tageskarte für die Berliner Erotik-Messe „Venus“ im umfangreichen Datensatz bewundern.

 

Welche Politiker der Hackerangriff getroffen hat

Insgesamt haben Hacker 991 Politiker ausgespäht – ein Großteil der CDU/CSU oder der SPD zugehörig. Auch politisch aktive Mitglieder von Die Linke, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und einige wenige der FDP waren betroffen. Ob der Angriff politische Hintergründe hatte, ist bisher ungeklärt. Die Häufung bei der Parteizugehörigkeit erscheint Experten jedoch auffällig. Womit sich gleichzeitig die Gefahr solcher Angriffe im heutigen Zeitalter der Digitalisierung und Vernetzung zeigt. Könnten sich politisch motivierte Angreifer zum Beispiel kurz vor einer Wahl die digitale Identität eines Politikers aneignen, sind zumindest kurzfristig negative Auswirkungen auf das Wahlverhalten möglich.

 

Was für normale Nutzer gilt, ist deshalb für Abgeordnete und Co. nahezu unabdingbar: Mit persönlichen Details und Zugangsdaten im Internet keinesfalls leichtfertig umgehen.

 

Wie Sie Ihre Domain und Social-Media-Accounts gegen Hacker schützen

Um sich vor gezielten Angriffen auf Ihre digitale Identität zu schützen, fangen Sie dort an, wo die Angreifer am ehesten ansetzen: bei Ihrem E-Mail-Account. Vermutlich nutzen Sie eine Haupt-E-Mail-Adresse, mit der Sie sich wiederum bei Twitter, Facebook und Co. registriert haben. Erhalten Hacker also Zugriff auf Ihren E-Mail-Account, ist die Übernahme weiter Teile Ihrer Online-Identität durch verifizierte Passwort-Änderungen leicht. Von einem E-Mail-Konto aus lassen sich fast alle Aspekte der Online-Identität kontrollieren.

 

Unsere Tipps zur Sicherung Ihrer digitalen Identität:

 

  • Verwenden Sie ein robustes Passwort für Ihren E-Mail-Account. Möglichst lange und wilde Buchstaben-Zahlen-Zeichen-Kombinationen ohne jeden Zusammenhang sind ein Anfang. Geburtstage und Namen Ihnen nahestehender Personen lassen sich zu einfach erraten – vor allem, wenn die Angreifer es ernst meinen und zuvor private Informationen über Sie gesammelt oder Ihr Umfeld ausgespäht haben.
  • Nutzen Sie dasselbe Passwort niemals für mehrere Accounts. Nichts ist schwerwiegender, als durch einen zufällig erfolgreichen Hacker-Angriff den Zugang zu mehreren oder allen Ihrer Kommunikationskanäle im Internet zu verlieren.
  • Setzen Sie bestenfalls auf eine Zwei-Faktor-Anmeldung, um sich zusätzlich abzusichern. Beim Log-in werden dann nicht nur Ihr Accountname und Ihr Passwort abgefragt, es wird auch ein Einmal-Code gefordert, der Ihnen auf Ihr Smartphone geschickt wird.

 

Warum die Domain im Wahlkampf noch lange nicht ausgedient hat

Robert Habeck hat es getan, Boris Palmer ebenfalls: Ein Rückzug aus den sozialen Medien kann für Politiker einen enormen Verlust an Reichweite zur Folge haben. Das mag nicht so schlimm sein wie ein Hacker-Angriff und der mögliche Reputationsverlust durch von unbefugten Dritten vorgenommene Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Dennoch verschwinden Politiker ohne eigenen Internetauftritt durch eine Website und/oder soziale Medien schnell aus der öffentlichen Wahrnehmung. Vor allem in unserem heutigen Digitalzeitalter kommt der Kommunikation über das Internet fast schon mehr Bedeutung zu als Interviews in klassischen Medien wie Fernsehen, Radio und Zeitung.

 

Es empfiehlt sich daher, mehrgleisig zu fahren. Setzen Sie nicht alles auf die eine Karte „soziale Medien“. Twitter, Facebook und Instagram taugen dazu, Ihre Meinung und einzelne Standpunkt zu aktuell wichtigen Themen schnell und zuverlässig in die Welt hinauszutragen. Aufgrund der teilweise beschränkten Textlängen und dem Fokus auf schnellen Konsum möglichst vieler Meldungen sind solche Statements jedoch vergänglich.

 

Websites nachhaltiger als soziale Medien

Anders verhält es sich bei Websites. Hier können Sie sich ausführlich zu Ihren wichtigen Themen äußern, sich selbst und Ihre Ziele vorstellen und die Persönlichkeit hinter Ihrem vielleicht bereits bekannten Namen in den Vordergrund rücken. Das ist nachhaltig und wird dauerhaft von Suchmaschinen indexiert, sodass Ihre Meinung und Ihre Standpunkte langfristig im Internet ersichtlich sind.

 

Durch geschickte Optimierung Ihrer Texte auf Begriffe und Themen, die im Wahlkampf wichtig sind, positionieren Sie sich nachhaltig in den Suchergebnissen etablierter Suchmaschinen wie Google und Bing. Zudem haben Sie ein Sicherheitsnetz in der Hinterhand, falls in den sozialen Medien doch einmal etwas schiefgehen sollte und Sie Ihre Accounts dort vorübergehend deaktivieren müssen. Robert Habeck hat dazu zum Beispiel eine ausführliche Stellungnahme auf seiner Website unter robert-habeck.de veröffentlicht und so unnötige Spekulationen über seinen Social-Media-Abschied verhindert.

 

Wie Sie Ihre Domain durch domainzentrierte Werbung etablieren und bekannt machen, verraten wir Ihnen in einem weiteren Blogbeitrag auf sedo.com. Viele der dort für Unternehmen genannten Tipps lassen sich auch auf Politiker-Websites anwenden – insbesondere, wenn Sie sich abseits Ihrer klassischen Namens-Domain wie Vorname-Nachname.de zum Beispiel einen Namen als digitalpolitiker.de oder dergleichen machen möchten.